Sichere OTA-Updates im Software-Defined Vehicle: Wie TireCheck die SUMS-Anforderungen nach
UNECE R156 erfüllt
Die Transformation zum Software-Defined Vehicle (SDV) erfordert, dass Fahrzeuge über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg updatefähig bleiben. Ob Optimierungen der Algorithmen für das Reifenmanagement, Sicherheits-Patches oder neue digitale Flottenfunktionen – Over-the-Air-Updates (OTA) sind im modernen Automotive-Engineering Standard. Mit dieser Flexibilität wächst jedoch die regulatorische Verantwortung: Seit dem vollständigen Inkrafttreten der UN-Regelung UNECE R156 müssen Fahrzeughersteller und ihre Zulieferer ein zertifiziertes Software Update Management System (SUMS) vorweisen.
Als strategischer Partner der globalen Automobilindustrie stellt die TireCheck GmbH sicher, dass alle Software- und Firmware-Aktualisierungen unserer intelligenten Reifenmanagementsysteme vollumfänglich konform mit den SUMS-Vorgaben und der internationalen Norm ISO 24089 erfolgen.
Warum das SUMS von TireCheck für OEMs erfolgskritisch ist
Für Automobilhersteller (OEMs) hängt die Typgenehmigung eines Fahrzeugs untrennbar mit der Integrität der gesamten Software-Lieferkette zusammen. Ein unkontrolliertes oder ungesichertes Update einer Subkomponente kann die Zulassung des Gesamtfahrzeugs gefährden.
TireCheck hat seine internen Prozesse und Update-Infrastrukturen so optimiert, dass sie sich nahtlos in die SUMS-Architektur der OEMs integrieren lassen. Wir bieten Fahrzeugherstellern maximale Sicherheit in drei Kernbereichen:
-
Lückenlose Rückverfolgbarkeit (Traceability): Jede Softwareversion, jeder Patch und jede Modifikation unserer Reifensensorik- und Telematiksoftware wird lizensiert, dokumentiert und historisiert. OEMs erhalten die für die Behörden (wie das Kraftfahrt-Bundesamt) notwendige Transparenz über den exakten Softwarestand im Feld.
-
Unterstützung des RXSWIN-Konzepts: Gemäß UNECE R156 nutzen wir das System der Regulation X Software Identification Number (RXSWIN). Dadurch ist für den OEM jederzeit sofort ersichtlich, ob ein Software-Update von TireCheck auswirkungen auf die zulassungsrelevanten Parameter des Fahrzeugs hat.
-
End-to-End-Sicherheit bei der Verteilung: In enger Verzahnung mit unserem nach ISO 21434 zertifizierten Cybersecurity-Managementsystem (CSMS) sind alle Update-Pakete kryptografisch signiert und gegen Manipulation, Man-in-the-Middle-Angriffe und Datenverlust geschützt.
Unsere Säulen für normgerechtes Software-Lifecycle-Management
Um den hohen Qualitätsansprüchen der Automobilindustrie auf globalen Märkten gerecht zu werden, basiert unser Software-Update-Engineering auf den strengen Vorgaben der ISO 24089:
-
Pre-Update-Validierung: Bevor ein Update freigegeben wird, durchläuft es umfassende automatisierte Regressionstests und Hardware-in-the-Loop (HiL)-Simulationen, um die Interoperabilität mit der Fahrzeug-E/E-Architektur zu garantieren.
-
Sichere Deployment-Prozesse: Unsere Cloud-Schnittstellen (APIs) ermöglichen eine sichere Übergabe der Update-Pakete an die OTA-Plattformen der OEMs.
-
Post-Update-Monitoring: Nach dem Rollout überwachen unsere Systeme die Performance im Feld, um Anomalien frühzeitig zu erkennen und die funktionale Sicherheit im Flottenbetrieb dauerhaft zu gewährleisten.
Bereit für die Zukunft der vernetzten Flotte
Mit der Kombination aus einem zertifizierten Cybersecurity-Managementsystem (CSMS) und einem validierten Software Update Management System (SUMS) beweist TireCheck technologische Vorreiterrolle. Wir reduzieren die Komplexität in der OEM-Lieferkette und machen den Weg frei für zukunftssichere, updatefähige und cyber-resiliente Nutzfahrzeuge.
In diesem Artikel:
Diesen Artikel teilen:
WICHTIGE FAQs
Wie unterstützt das SUMS der TireCheck GmbH die UNECE R156-Konformität und Typgenehmigung von Fahrzeugherstellern (OEMs)?
Das Software Update Management System (SUMS) von TireCheck ist offiziell nach der internationalen Norm ISO 24089:2023 zertifiziert und erfüllt vollumfänglich die regulatorischen Anforderungen der UNECE R156 für sichere Software-Updates in Fahrzeug-ECUs.
Durch die lückenlose Erfassung aller Softwarestände, die vollständige Dokumentation der Engineering-Prozesse (Global Engineering Process V4.0.2) und auditierbare Update-Kampagnen liefert TireCheck OEMs die notwendigen Nachweise für Zulassungsbehörden (wie das Kraftfahrt-Bundesamt), um die Typgenehmigung des Gesamtfahrzeugs dauerhaft abzusichern.
Wie werden Over-the-Air (OTA) Firmware-Updates auf den TireCheck Bridge-Geräten sicher durchgeführt und überwacht?
Firmware-Updates werden zentral über die sichere, Azure-basierte INFLEET-Plattform geplant und gezielt auf fahrzeugmontierte TireCheck Bridge-Steuergeräte im Feld ausgerollt.
Das System ermöglicht eine hochpräzise Selektion der Zielfahrzeuge nach Account, Fahrzeugklasse, Achstypen und Quell-Softwareversion. Während der Kampagne wird der Übertragungsstatus jedes Steuergeräts in Echtzeit protokolliert (Pending, Completed, Failed). Sollte eine Übertragung fehlschlagen, greifen vordefinierte Korrekturmaßnahmen (Fallbacks), um das Steuergerät in einen sicheren, funktionsfähigen Zustand zurückzusetzen.
Wie stellt TireCheck die Cybersicherheit und Datenintegrität während des Update-Prozesses sicher?
Die SUMS-Prozesse von TireCheck sind direkt mit dem nach ISO 21434:2021 zertifizierten Cybersecurity-Managementsystem (CSMS) und der ISO 27001-Informationssicherheit verzahnt.
Jedes Firmware-Update durchläuft im Vorfeld eine systematische Bedrohungs- und Risikoanalyse (Threat Analysis and Risk Assessment – TARA). Der Zugriff auf die Update-Infrastruktur ist durch streng rollenbasierte Zugriffskontrollen (RBAC) geschützt, und die Update-Pakete werden kryptografisch signiert übertragen, um Manipulationen, Datenverlust oder unbefugte Zugriffe auszuschließen.
Welche Dokumente und Berichte stellt TireCheck OEMs für Audits und Typgenehmigungsverfahren bereit?
Über die INFLEET SUMS-Plattform lassen sich exportierbare Campaign Details Reports generieren, die den gesamten Verlauf einer Update-Kampagne lückenlos und fahrzeugscharf dokumentieren.
Diese Berichte enthalten eindeutige Kampagnen-IDs, freigegebene Ziel-Softwareversionen, Zeitstempel sowie den Verifizierungsstatus jeder einzelnen Fahrzeug-Identifikationsnummer (VIN). Zusammen mit der offiziellen Zertifizierung durch die SGS-TÜV Saar GmbH (Zertifikats-Nr. FS/71/220/26/2294) stehen OEMs damit alle geforderten Audit-Artefakte für die Compliance-Dokumentation zur Verfügung.