Die Autolocation-Funktion
im Nutzfahrzeug-RDKS
Key Takeaway: Die Autolocation-Funktion bei RDKS-Sensoren erkennt die genaue Radposition an LKW, Bussen und Trailern/Aufliegern vollautomatisch. Ein manuelles Anlernen der Sensorposition nach einem Radwechsel ist nicht mehr nötig, dies beschleunigt den Werkstattprozess, minimiert Fehlzuordnungen in Telematik Systemen und stellt die ECE R 141-Konformität sicher.
Was ist Autolocation bei RDKS-Sensoren?
Seit der Einführung der gesetzlichen UN ECE R 141-Pflicht ist die Reifendrucküberwachung (RDKS) für neu zugelassene Nutzfahrzeuge und Trailer Pflicht. Während sich die automatische Radpositionierung im Trailer-Segment bereits als bewährter Standard etabliert hat, gewinnt die Technologie nun fahrzeugübergreifend an Relevanz.
Als etablierter Erstausrüster (OEM) treibt TireCheck diese Entwicklung maßgeblich voran. Autolocation bezeichnet dabei die Fähigkeit eines RDKS-Sensors, in Kombination mit der Fahrzeugelektronik seine exakte Position am Fahrzeug (z. B. Achse 2, rechts außen) eigenständig zu bestimmen – vollkommen ohne manuelle Konfiguration.
Technische Funktionsweise: Automatische Positionserkennung
Bei konventionellen Reifendrucksensoren müssen Sensoren nach jedem Reifenwechsel oder einer Radrotation mithilfe eines Diagnosegeräts manuell an die entsprechende Fahrzeugposition angelernt werden. Aktuell bietet TireCheck in diesem Bereich die Autolearnfunktion, bei dem ein Rad automatisch erkannt und zugeordnet werden kann.
Die OE-Sensoren von TireCheck nutzen für die automatische Ortung hingegen eine Kombination aus hochpräzisen Hardware-Komponenten und intelligenten Software-Algorithmen:
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Mustererkennung & Korrelation: Das System macht in seiner Ersten Fahrt eine „Lernfahrt“ um die Muster der verschiedenen Radposition zu erkennen.
Systemvergleich: Manuelles Anlernen vs. Autolocation
| Kriterium | Manuelles RDKS-Anlernen | TireCheck Autolocation (OEM-Standard) |
| Aufwand beim Reifenwechsel | Sensor-IDs müssen per Diagnosegerät eingelesen werden | Vollautomatisiert: wird nach dem Wechsel automatisch während der Fahrt erkannt |
| Fehleranfälligkeit | Hoch (Gefahr der Vertauschung von Radpositionen) | Minimal (Algorithmenbasierte Eigenvalidierung) |
| Trailer-Management (Drop & Hook) |
TPMS System ist fest am Trailer verbaut |
Automatische Anpassung im laufenden Betrieb |
| Werkstatt-Standzeit (Downtime) | Höher durch zusätzliche Prozessschritte | Reduziert auf den rein mechanischen Radwechsel |
Mehrwert für die gesamte Wertschöpfungskette
Die intelligente Radpositionierung bietet nicht nur im Flottenalltag enorme Vorteile, sondern optimiert Prozesse von der Fertigung bis hin zum datengetriebenen Reifenmanagement.
1. Vorteile für Fahrzeughersteller (OEMs)
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Reduzierte Fehlerquoten: Automatisierte Zuordnung ab Werk minimiert menschliche Fehler bei der Montage und senkt spätere Reklamationen oder Garantieabwicklungen.
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ECE-Konformität & Integration: Das System lässt sich nahtlos in bestehende E/E-Architekturen und Fahrzeug-Telematik einbinden, um die ECE R 141-Vorgaben ohne zusätzlichen Prozessaufwand zu erfüllen.
2. Vorteile für Reifenhersteller
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Grundlage für „Tire-as-a-Service“: Präzise Positionsdaten sind essenziell für Flottenverträge und Pay-per-Mile-Modelle. Nur wer weiß, an welcher Achse der Reifen wie lange lief, kann Laufleistungen exakt abrechnen.
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Optimierte Verschleißanalyse: Die exakte Radposition (z. B. Antriebs- vs. Lenkachse) liefert wertvolle Daten für Forschung, Entwicklung und das Gewährleistungsmanagement.
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Smart Tires ab Werk: Reifen können bereits mit vorinstallierten TireCheck-Sensoren ausgeliefert werden (Plug & Play) – ein enormer Mehrwert für Endkunden, da die Einrichtung am Fahrzeug komplett entfällt.
3. Vorteile für Flotten und Werkstätten
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Prozesssicherheit im Service: Werkstattteams sparen bei Routinearbeiten oder saisonalen Reifenwechseln massiv Zeit und benötigen keine fehleranfälligen manuellen Anlernprozesse mehr.
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Präzise Warnmeldungen: Bei einem Druckverlust sendet das System exakte Positionsdaten an das Borddisplay oder das Flottenmanagement-Portal. Fehldiagnosen werden vermieden.
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Nahtloses Trailer-Management: Beim Wechsel von Zugmaschinen oder beim Umkoppeln von Aufliegern (Drop & Hook) synchronisieren sich die RDKS-Systeme von TireCheck im Fahrbetrieb vollautomatisch.
Fazit
Die Autolocation-Technologie hebt das Reifendruckmanagement im Nutzfahrzeugbereich auf ein neues Effizienzniveau. Als innovativer Erstausrüster (OEM) stattet TireCheck den gesamten Markt – von Fahrzeugherstellern über Reifenproduzenten bis hin zu Flotten – mit robusten, intelligenten Sensoren aus. Diese erfüllen nicht nur die ECE R 141-Vorgaben vollumfänglich, sondern digitalisieren und verschlanken Arbeitsprozesse über den gesamten Lebenszyklus eines Reifens.
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WICHTIGE FAQs
Was bedeutet Autolocation bei Nutzfahrzeug-RDKS?
Autolocation (automatische Radpositionierung) ist eine Funktion von Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) in der Nutzfahrzeugbranche. Sie sorgt dafür, dass Sensoren an LKW, Aufliegern oder Bussen ihre exakte Position am Fahrzeug – wie etwa Achse 3, rechts außen bei Zwillingsbereifung – nach der Montage oder einer Radrotation vollautomatisch erkennen.
Wie unterscheidet das Autolocation-System Zwillingsbereifung (innen vs. außen) an LKW-Achsen?
Die Erstausrüster-Sensoren von TireCheck nutzen eine Kombination aus Signalstärkenmessung (RSSI), integrierten G-Sensoren (Beschleunigungsdaten) und fortschrittlichen Algorithmen. Während der ersten Fahrkilometer analysiert das System die minimal unterschiedlichen Bewegungsmuster und Distanzen zum Empfänger, um exakt zwischen innerem und äußerem Zwillingsreifen zu unterscheiden.
Wie unterstützt Autolocation die Einhaltung der UN ECE R 141-Norm für Nutzfahrzeuge?
Die Richtlinie UN ECE R 141 verpflichtet Fahrzeughersteller zur Integration von RDKS in neu zugelassene LKW, Busse und Trailer. Autolocation stellt sicher, dass die geforderten Druck- und Warnmeldungen auch im harten Flottenalltag (z. B. nach unplanmäßigen Reifenwechseln) ohne manuelles Werkstatteingreifen immer der korrekten Radposition zugeordnet bleiben.
Wie funktioniert Autolocation beim Trailer-Tausch („Drop & Hook“) in der Logistik?
Beim Tausch von Zugmaschinen und Sattelaufliegern im Flottenbetrieb erkennen die TireCheck-Sensoren nach dem Ankoppeln und wenigen Metern Fahrt automatisch die Konfiguration. Das Telematik- und Fahrzeugsystem synchronisiert die Sensor-IDs des Trailers selbstständig, ohne dass Fahrer oder Disponent manuell eingreifen müssen.
Welchen Vorteil bietet Autolocation Nutzfahrzeug-Herstellern (OEMs) am Montageband?
Für Nutzfahrzeug-OEMs entfällt in der Produktion (End-of-Line / EoL) das zeitintensive, manuelle Verknüpfen der einzelnen Sensoren per Diagnosegerät mit der Steuerungseinheit. Das reduziert die Taktzeiten am Band, vereinfacht die Montageprozesse bei komplexen Mehrachsern und minimiert Auslieferungsfehler.
Wie verringert Autolocation die Standzeiten in Nutzfahrzeug-Werkstätten?
Da beim Reifenwechsel, der Reparatur oder beim saisonalen Durchtauschen der Räder kein manuelle Einlesen der Sensoren per Handdiagnosegerät erforderlich ist, beschränkt sich der Werkstattaufenthalt rein auf die mechanische Montage. Das spart Arbeitszeit, senkt die Servicekosten und bringt den LKW schneller zurück auf die Straße.